Keyword-Recherche - so viele Tools, so wenig Zeit

Keyword-Ideen sammeln (Keyword-Analyse-Kurs Teil 1)

Los geht die Keyword-Analyse mit der Keyword-Recherche. Dabei ermittelt Ihr systematisch die Suchbegriffe, die Eure potentiellen Kunden bei Google eingeben.

Das Minimum an Keyword-Recherche

Die Keyword-Recherche ist nichts anderes als das systematische Sammeln von Ideen, ein Brainstorming-Prozess, bei dem es der Definition zufolge keine schlechten Ideen gibt. Schreibt erst mal alles auf, was Euch in den Sinn kommt, am besten in einer Excel-Tabelle. Geht dabei zunächst die folgenden Anregungen im Selbstgespräch durch:

  1. Markennamen, Produktbezeichnungen etc.
  2. Produktbeschreibungen („laktosefreie Milch“)
  3. Problembeschreibungen („Loch in Betonwand bohren“)

Jetzt habt Ihr schon mal Eure eigenen Formulierungen in der Tabelle. Als nächstes wiederholt Ihr das aus Sicht des Kunden, in seiner Sprache. Befragt dazu Mitarbeiter aus Vertrieb und Support, also die, die am häufigsten mit Kunden sprechen. Oder sogar Kunden selbst! In Vertretung: Familienangehörige, Freunde, Kollegen in Eurer Agentur. Habt bei der Auswahl Eurer Interviewpartner die Zielgruppe im Kopf, an die sich die Produkte und Leistungen richten. Je komplexer das Angebot, um so spezifischer werden auch die Keywords – und um so schlechter lassen sie sich bei Laien in Erfahrung bringen.

Noch mehr Keyword-Recherche

Nach meiner Erfahrung entsteht bei gründlicher Umsetzung dieser Methode bereits eine sehr gute Grundlage für die Keyword-Analyse. Trotzdem werdet Ihr noch manchen Edelstein verpassen. Um dieses Risiko zu minimieren, solltet Ihr – jetzt oder später – noch diese Quellen auswerten:

  1. die Websites von Mitbewerbern
  2. die Wikipedia-Einträge zu branchenüblichen Begriffen
  3. Foren und Blog-Diskussionen
  4. „Verwandte Suchanfragen“ am Ende von Googles Trefferlisten
  5. Bing Schlüsselwort-Recherche, zugänglich mit kostenlosem Microsoft-Konto
  6. Keyword Tool wertet u.a. die automatische Vervollständigung von Google aus, Gratis-Zugang ohne Registrierungszwang reicht aus
  7. Google Search Console, zeigt Keywords, die bereits die Anzeige Eurer Seiten in der Trefferliste ausgelöst haben (unter „Suchanfragen > Suchanalyse“)
  8. Google Trends, hier nach Eingabe eines Keywords den Abschnitt „Verwandte Suchanfragen“ beachten
  9. W-Fragen-Tools helfen Euch dabei, die Fragen zu finden, die Besucher rund um Eure Keywords bei Google eingeben. In den Kommentaren zu diesem Beitrag hat Florian schon auf w-fragen-tool.com aufmerksam gemacht und auch das sehr gute W-Fragen-Tool von Kai Spriestersbach verdient eine Erwähnung.

Weitere Tools für die Keyword-Recherche

Es gibt noch viele weitere Tools für die Keyword-Recherche. Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen geht der Grenznutzen nach meiner Einschätzung aber schnell gegen Null. Häufig ist die Zeit, die diese Tools verschlingen, in anderen Bereichen besser investiert. Wer trotzdem noch mehr Keyword-Tools braucht, der schaut sich drüben beim SEO Book um.

2 thoughts on “Keyword-Ideen sammeln (Keyword-Analyse-Kurs Teil 1)

  1. Hallo Tim, vielleicht ist das neben unseren täglich über 200 Usern auch für Deine Leser hilfreich: Wir haben ein kostenloses W-Fragen Tool unter http://www.w-fragen-tool.com, welches jeder Besucher ohne Anmeldung oder Registrierung nutzen kann. Dort zeigen wir dem Texter welche Fragen zu bestimmten Themen bei Google am häufigsten eingegeben werden, damit man eben den passenden Content dazu erstellen kann.

    1. Hey Florian,

      danke für den Hinweis. Ich habe eine Weile überlegt, ob ich die W-Fragen-Tools aufnehmen soll (es gibt ja noch ein paar mehr), aber dann ging’s unter 🙂 Werde das in Kürze noch entsprechend ergänzen.

      Grüße

      Tim

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