Keywords bewerten (Keyword-Analyse-Kurs Teil 2)

Im zwei­ten Teil des Online-​​Kurses Keyword-​​Analyse zeige ich Euch Kri­te­rien, nach denen Ihr Key­words bewer­ten könnt. So fin­det Ihr die inter­es­san­ten Keyword-​​Ideen und könnt Euch dar­auf bei der Opti­mie­rung kon­zen­trie­ren.

Ihr habt jede Menge Keyword-​​Ideen in einer Excel-​​Tabelle gesam­melt. Ange­sichts einer Liste von meh­re­ren Dut­zend, viel­leicht sogar hun­der­ten Keyword-​​Ideen (seht dazu Teil 1) stellt sich die Frage: wo anfan­gen mit der Opti­mie­rung, und wo auf­hö­ren? Ihr braucht also Kri­te­rien, anhand derer Ihr den Nut­zen eines Key­words beur­tei­len könnt. Das soll­ten die fol­gen­den sein.

1. Key­words bewer­ten: Such­vo­lu­men

Key­words, nach denen viel gesucht wird, sind inter­es­sant, aber häu­fig auch stark umkämpft. Das ist der so genannte „Short Tail“. Such­be­griffe mit gerin­ge­rem Such­vo­lu­men, der „Long Tail“, gene­rie­ren zwar weni­ger Besu­cher, las­sen sich in der Regel aber auch ein­fa­cher beackern. Das Such­vo­lu­men erfahrt ihr über Googles Key­word Plan­ner.

2. Key­words bewer­ten: Wirt­schaft­li­cher Wert

Für eine Internet-​​Agentur ist jemand, der nach „Web­site selbst ent­wi­ckeln“ sucht, in wirt­schaft­li­cher Hin­sicht weni­ger wert­voll als jemand, der nach „Web­site ent­wi­ckeln las­sen“ sucht. All­ge­mein gesagt: hin­ter jedem Key­word steckt ein Mensch, der mit unter­schied­li­cher Wahr­schein­lich­keit ein poten­ti­el­ler Kunde Eures Unter­neh­mens wird. Diese Wahr­schein­lich­keit ein­zu­schät­zen ist Eure Auf­gabe. Die Unter­schei­dung zwi­schen navi­ga­to­ri­schen, trans­ak­tio­na­len und infor­ma­to­ri­schen Abfra­gen kann dabei enorm hel­fen.

  • Infor­ma­to­ri­sche Abfra­gen sol­len ein bestimm­tes Pro­blem lösen und/​oder einen Infor­ma­ti­ons­be­darf stil­len. Sie schla­gen sich bei­spiels­weise in Stich­wör­tern wie „Spa­nien“, „Smart­phone repa­rie­ren“ oder „Wie funk­tio­niert ein Ven­ti­la­tor“ nie­der. Sie wer­den ohne Kauf­ab­sicht gestar­tet, las­sen sich aber mit ent­spre­chen­dem Auf­wand (sprich: gutem Con­tent, zum Bei­spiel in Form von Schritt-​​für-​​Schritt-​​Anleitungen, Videos, Info­gra­fi­ken) mone­ta­ri­sie­ren. Ihr eta­bliert Euch dabei als ver­trau­ens­wür­di­ger Rat­ge­ber – bei dem man in der Folge viel­leicht auch etwas kauft.
  • Mit navi­ga­to­ri­schen Such­be­grif­fen recher­chiert man bereits bekannte Web­sites. Des­halb zählt zum Bei­spiel Euer Fir­men­name zu den navi­ga­to­ri­schen Begrif­fen. Mög­lich, dass sich dahin­ter ein neuer Kunde ver­birgt – oder ein vor­han­de­ner, der auf Eurer Web­site nach Hilfe suchen möchte.
  • Trans­ak­tio­na­len Key­words liegt die Absicht zugrunde, etwas zu erle­di­gen, zum Bei­spiel einen Ein­kauf! Häu­fig han­delt es sich um Pro­dukt­na­men („iPhone 6S“) oder Kate­go­rien („Samsung Smart­phone“), in vie­len Fäl­len ergänzt um Stich­wör­ter wie „güns­tig kau­fen“, „bestel­len“ oder „Preis­ver­gleich“.

Für die meis­ten Unter­neh­men haben trans­ak­tio­nale Key­words den größ­ten, wirt­schaft­li­chen Wert. Anfra­gen nach kon­kre­ten Pro­duk­ten könn­tet Ihr zum Bei­spiel mit 8 bis 10 Punk­ten bewer­ten, je nach­dem wie hoch der Gewinn des jeweils zuge­hö­ri­gen Pro­duk­tes aus­fällt. Mit 5 bis 7 Punk­ten zeich­net Ihr trans­ak­tio­nale Anfra­gen nach Pro­dukt­ka­te­go­rien aus. Dar­un­ter lie­gen dann infor­ma­to­ri­sche und navi­ga­to­ri­sche Abfra­gen.

Tipp: Sofern Ihr schon AdWords-​​Kampagnen lau­fen habt, schaut Euch dort an, wel­che Key­words die höchs­ten Kon­ver­si­ons­ra­ten auf­wei­sen und bezieht dies in Eure Bewer­tung mit ein.

3. Key­words bewer­ten: Schwie­rig­keits­grad

Starke Domains, tolle Sei­ten – in die­sem Umfeld ist hoher Auf­wand nötig, um bei Google gut zu ran­ken. Bei der Ein­schät­zung, wie stark die Wett­be­wer­ber im Kampf um die ers­ten Plätze bei Google auf­ge­stellt sind, hilft Euch die Browser-​​Erweiterung Moz­Bar (kos­ten­los, für Google Chrome). Sie zeigt für die Ein­träge in der Google-​​Trefferliste sowohl die Domain-​​Autorität als auch die Auto­ri­tät der jewei­li­gen Seite.

Für zah­lende Kun­den errech­net der SEO-​​Dienstleister Moz aus die­sen Anga­ben den Keyword-​​Schwierigkeitsgrad auto­ma­tisch (gewich­te­ter Durch­schnitt von Domain-​​Autorität und Seiten-​​Autorität der ers­ten zehn Ein­träge). Wer nicht zah­len möchte, der muss diese Arbeit selbst erle­di­gen.

4. Key­words bewer­ten: Chance

Hier geht es darum zu beur­tei­len, wie groß Eure Chance auf einen Klick ist, wenn Ihr an Platz 1 der Tref­fer­liste ran­gie­ren wür­det. Das macht Ihr daran fest, wie viele andere Ele­mente in der Tref­fer­liste von Eurem Ein­trag ablen­ken. Tragt hier die Maxi­mal­zahl von 10 Punk­ten ein, wenn die Tref­fer­liste ein­fach nur zehn orga­ni­sche Ein­träge ent­hält. Wer­bung über den Tref­fern, Ergeb­nisse aus der Bil­der­su­che, Pro­dukt­an­zei­gen, Info-​​Kärtchen und lokale Such­er­geb­nisse – alles das schmä­lert Eure Chance und min­dert die Punkt­zahl.

Ich emp­fehle, hier erst mal nach Gefühl zu arbei­ten. Spä­tes­tens wenn Euer Online-​​Marketing aus­reift, wer­det Ihr irgend­wann auch Erkennt­nisse aus Stu­dien zu Click-​​Through-​​Rates in Eure Bewer­tung mit ein­be­zie­hen wol­len.

5. Key­words bewer­ten: Inhalt­li­che Anfor­de­run­gen

Noch so ein Para­me­ter, der vom Inhalt der Tref­fer­liste abhän­gig ist. Han­delt es sich bei den meis­ten weit oben gelis­te­ten Tref­fern um sehr aktu­elle Sei­ten (Google betont das durch Anzeige des Datums beim Tref­fer)? Dann müsst auch Ihr (immer wie­der) für fri­schen Con­tent sor­gen, um oben zu ste­hen. Ste­hen nur Videos oben, dann wer­det Ihr eben­falls ein Video pro­du­zie­ren müs­sen. Und so wei­ter.

So geht’s wei­ter

Im nächs­ten Teil des Online-​​Kurses reden wir dar­über, wie Ihr die guten Key­words so wei­ter­ver­ar­bei­tet, dass Ihr pas­sen­den Con­tent gene­rie­ren könnt.

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